Nun sitze ich hier. Abends. Allein. Wie so oft unter der Woche.
Lese gelangweilt mittelklassige Bücher zum zweiten Mal.
Spiele auf dem PC Hanni und Nanni im Internat von 2000 und möchte mich übergeben.
Schaue Zombieland. Schon wieder.
Male hässliche Bilder bei Paint, drücke den Mozilla-Firefox-Button zum tausendsten Mal.
Nichts passiert.
Ziehe es sogar in Erwägung was für die Schule zu machen.
Die meisten meiner Freunde sind zu müde, zu faul oder haben einfach keine Zeit.
Doch immer kommuniziere ich mit Leuten an Tagen wie diesen.
Web 2.0 meine große Liebe.
Nun bist du tot.
Seit 2 Tagen aus meinem Leben getreten. Unverhofft, unerbittlich.
Symbolisch habe ich mich heute schwarz angezogen.
Schon ein bisschen gestört.
Mein Geist ist mit dieser Internetsucht infiziert.
Hänge nun nervös vor dem Bildschirm ab, wie ein Junky der seinen nächsten Schuss sucht.
Cold Turkey.
Warte nun auf die Spritze, die mich von meinem stillen Leiden erlöst.
Ha ha.
Wie übertrieben ist das eigentlich?
Meine Fishville-Fische verrecken jetzt einen grausamen Tod.
Meine sinnlosen Gedanken in Form von Tweets werden anderen nicht mitgeteilt.
Nachrichten nicht gelesen.
Eigentlich bin ich sauer. Sauer auf mich selbst.
Getappt in die Web 2.0-Falle.
Als gäbe es nichts schlimmeres auf der Welt.
Dienstag, 4. Mai 2010
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